SPD-Kritik an "Hart aber gerecht"-Kampagne der Fil

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SPD-Kritik an "Hart aber gerecht"-Kampagne der Fil

Beitragvon Silli » 3. Dez 2003 08:22

SPD-Ortsverein kritisiert "Hart aber gerecht"-Kampagne der Filmindustrie
Von Markus Pilzweger / 02.12.2003

Die "Hart aber gerecht"-Kampagne der Filmindustrie hat nicht nur bei Anwendern für massive Entrüstung gesorgt, auch die Politik zeigt sich irritiert ob der gewählten Mittel. In einer Pressemitteilung kritisiert der Virtuelle Ortsverein der SPD (VOV): "Mit ihrer Kampagne 'Hart aber gerecht' zeigt die Filmindustrie ein menschenverachtendes Weltbild!".

So werden in einem Werbefilm der Kampagne zwei Gefängnisinsassen gezeigt, die "sich sichtlich auf die Vergewaltigung neu eingelieferter Raubkopierer freuen", so der VOV. Da dies als "Hart aber gerecht" bezeichnet werde, kommt der VOV zu dem Schluss, dass die in Artikel 1 des Grundgesetzes niedergelegten Worte "Die Würde des Menschen ist unantastbar" und das Recht auf körperliche Unversehrtheit in Artikel 2 nach Meinung der Filmindustrie für Raubkopierer nicht gelten.

Verhöhnung von Opfern?

Zudem würden Opfer von Vergewaltigungen und Raubüberfällen "verhöhnt", indem die Gewalttäter mit "denen gleichgestellt werden, die eine nicht legale Kopie anfertigen".

Daneben verschweige die Kampagne, dass eine Privatkopie grundsätzlich zulässig und nur in bestimmten Fällen (bei Umgehung eines Kopierschutzes) verboten sei.

"Als Fazit der Kampagne bleibt festzuhalten, dass mit brutalen Methoden Konsumenten verunsichert werden sollen und die Menschenwürde auf der Strecke", so Brand abschließend.

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Bild Eine Axt kann nicht fällen was im Glauben lebt!
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