Mosaikstein zur Geraer Theatergeschichte an Stadtarchiv über

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Mosaikstein zur Geraer Theatergeschichte an Stadtarchiv über

Beitragvon Fettgusche.net » 10. Aug 2017 20:20

Mosaikstein zur Geraer Theatergeschichte an Stadtarchiv übergeben


Zahlreiche Fotografien von Theaterinszenierungen, Gedichte und anderweitige Aufzeichnungen zählen zu dem Nachlass Theodor („Ted“) Hartwigs, von welchem ein aussagekräftiger Bestandteil am Montag, dem 31. Juli 2017, durch dessen Sohn Thomas Hartwig, der selbst als Autor des Buches „Die Armenierin“ Bekanntheit erlangte, an das Stadtarchiv Gera übergeben wurde.


Als unehelicher Sohn von Anna Linden und dem Mundartdichter Theodor Stockmann am 21. August 1912 in der Hansestadt Hamburg geboren, nahm Ted Hartwigs Karriere mit ersten Auftritten im Jahr 1936 am Leipziger Schauspielhaus ihren Anfang. Nach darstellerischen Episoden in Neustrelitz und Halberstadt, folgten Engagements in Gera, Karlsruhe, Baden-Baden und Flensburg.


Von den weit über 40 Rollen, die er im Rahmen seines Schaffens an den Bühnen der Stadt Gera in den Jahren 1945 bis 1948 verkörperte, spielte Hartwig unter anderem Karl Moor aus Friedrich Schillers „Die Räuber“, Lysander aus William Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ oder Claude Vallée aus Romain Rollands „Ein Spiel von Tod und Liebe“. Er wirkte in Gera sowohl als schauspielerischer Leiter als auch als Schauspieler und interpretierte Charaktere vom strahlenden Helden, über den unkomplizierten Naturburschen bis hin zum leidenschaftlichen Liebhaber. Darüber hinaus verfasste der vielseitige Künstler ein in Paris spielendes musikalisches Lustspiel mit dem Titel „Mitten in der Nacht“ sowie das Drama „Kein Scherzo klingt wie Geld“, das er unter dem Pseudonym „Walther L. Linden“ veröffentlichte.


„Die Zeitdokumente ermöglichen einerseits Einblicke in die Theaterlandschaft Geras sowie ihre Aufführungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit und geben andererseits Auskunft über die individuelle Haltung des Schauspielers Ted Hartwig zu Gegenwartsproblemen“, betonte Archivleiterin Christel Gäbler den historischen Wert der Dokumente.
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