Gera schließt Vertrag über Unterhaltung der Stadtbeleuchtung
10 775 Straßenlampen im Stadtgebiet von Gera werden mit allem was dazu gehört für die nächsten 15 Jahre Sache der GUD-Geraer Umweltdienste und der Otwa, Ostthüringer Wasser- und Abwasser, sein.
Gera. Die beiden einheimischen Unternehmen hatten in einer europaweiten Ausschreibung für den Betrieb und die Unterhaltung der öffentlichen Beleuchtung als Bietergemeinschaft den Zuschlag erhalten, an der sich nahezu alle namhaften Betreiber beteiligt hatten.
Gestern wurde ein entsprechender Vertrag zwischen der Stadt und den beiden Unternehmen unterzeichnet. Die Stadt habe die Beleuchtung seit Jahren nicht mehr selbst organisiert, so Oberbürgermeister Dr. Norbert Vornehm (SPD), früher habe das in den Händen der Stadtwirtschaft gelegen. Die Auschreibung sei das geeignetste Mittel, um die leistungsfähigsten Partner zu finden. Er freue sich, so Vornehm, dass dies mit den beiden ortsansässigen Unternehmen gelungen sei. Diese Partnershaft habe sich europaweit durchsetzen können. Die Leistungen umfassen ein Gesamtvolumen von 23,5 Millionen Euro und die Stadt werde nach derzeitigem Stand mit dieser Lösung sogar jährlich rund 400 000 Euro einsparen können. Einen positiven Effekt sieht man auch darin, dass das Erfahrungswissen der GUD-Mitarbeiter als Stadtwirtschaftsnachfolger nicht verloren gehe.
Mit im Boot ist nun die Otwa. Sie gehöre zur Unternehmensgruppe Veolia/Wasser, die wiederum das Thema Wasser längst als einziges Geschäftsfeld verlasen habe, so Otwa-Geschäftsführer Gerald Fiß. Veolia betreibe inzwischen weltweit moderne Straßenbeleuchtungen und diese Erfahrungen könne man für Gera nutzen.
Seit Ende 2008 sei der langfristige Vertrag zur Stadtbeleuchtung vorbereitet worden, sagte Hans-Wolfgang Viehmann als Fachgebietsleiter Straßenbeleuchtung der Stadtverwaltung. Im Erfahrungsaustausch mit den Bietern habe man das verbindliche Leistungsverzeichnis und die Ausschreibung optimal auf Gera zuschneiden können. Von Vorteil sei es ohnehin, dass in der Stadt gleich nach 1990 ein Großteil der Beleuchtung erneuert worden sei.
Der Vertrag sieht zusätzlich zu bisherigen Leistungen vor, dass die Bestandsdaten für ober- und unterirdische Kabel in den nächsten zwei Jahren digitalisiert werden. Erneuert werden sollen in den nächsten zehn Jahren rund 1200 Leuchten mit den dazugehörigen Trägersystemen. Man wolle versuchen, die Arbeiten weitestgehend mit denen der EGG zu koordinieren, wenn diese bisherige Freileitungen unterirdisch verlegen lässt. Zudem sollen möglichst in den nächsten drei bis vier Jahren alte Betonmasten ausgewechselt werden.
20.07.10 / OTZ



